GEMA Gebühren können nur für öffentliche Veranstaltungen anfallen.
Öffentlich wird die Veranstaltung sobald sie bestimmungsgemäß (also quasi
planmäßig) für Leute zugänglich ist die keine direkte persönliche Verbindung
zum Veranstalter und auch untereinander keine Verbindungen haben. Außerdem
spielt die Abgrenzbarkeit eine Rolle. Also: persönliche Einladungen = ehr nicht
öffentlich. Flyer und Plakate = ehr öffentlich. Auch die Größe der
Veranstaltung wird hierbei eine Rolle spielen. Ab einer Größe von 100-200
Personen wird es kritisch. Allerdings sind auch schon Hochzeiten mit über 800
Personen von Gerichten als „nicht-öffentlich“ eingestuft worden.

Neben der GEMA Abgabe sind bei öffentlichen Veranstaltungen auch
das Gaststättengesetz, Jugendschutzgesetz, Genehmigungsvorbehalte sowie evtl.
Abgaben an die Künstlersozialversicherung zu beachten.

Soweit die Veranstaltung also öffentlich ist fallen Gebühren für
GEMA-pflichtige Musik an. Wichtig in diesem Zusammenhang: Es gibt die
sogenannte GEMA-Vermutung. Das bedeutet, dass man davon ausgeht, dass auf einer
Veranstaltung mit Musikaufführung (egal ob Live oder „Tonband“) GEMA pflichtige
Musik gespielt wird. GEMA pflichtig bedeutet, dass die Musik von Künstlern
stammt die GEMA Mitglieder sind.

Will man diese Vermutung umgehen, so muss man der GEMA nachweisen
(durch das Führen von Listen der gespielten Musik), dass kein GEMA pflichtiges
Material aufgeführt wird. In diesem Zusammenhang ist Vorsicht geboten, denn die
GEMA schickt unangemeldet verdeckte Kontrolleure!