Die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) ist die größte Verwertungsgesellschaft in Deutschland. Sie  ist ein sogenannter rechtsfähiger Verein. Ihr Aufgabe ist es, die Verwertungsrechte ihrer Mitglieder (Komponisten und Textdichter) wahrzunehmen. Die GEMA fungiert dabei quasi als Bindeglied zwischen den Urhebern und den Werknutzern.

Die GEMA ist was ihre Arbeitsweise und vor allem ihr
Verteilungssystem angeht sehr umstritten. Dabei wird Kritik auf der einen Seite
von den Mitgliedern bzw. Urhebern wegen des Verteilungssystems geübt. Auf der
anderen Seite kritisieren auch die Werknutzer (z.B. Clubbetreiber,
Veranstalter) die Gebühren die von der GEMA erhoben werden.

Bei den Diskussionen um die GEMA ist immer eine Menge
Emotionalität im Spiel. Von den GEMA-Gegnern wird hier gerne ein „David gegen
Goliath“ Bild gemalt. Die „großen“ Komponisten gewinnen und die „kleinen“
verlieren. Dabei sind allerdings auch eine Menge unsachliche und zum Teil auch
sachlich falsche Argumente im Spiel. Auf der anderen Seite stimmt es, dass die
GEMA ein System etabliert hat, welches (passend zum Kapitalismus insgesamt) die
reichen Komponisten immer reicher werden lässt und den Armen zum Teil sogar
schadet. Ich möchte an dieser Stelle nicht in die Diskussion einsteigen. Fakt
ist: Es gibt die GEMA und wir werden es wohl nicht erleben, dass sie
abgeschafft wird. Das heißt natürlich nicht, dass man sich nicht für eine
Reform der GEMA einsetzen kann!! Allerdings ist es nicht schlecht sich an der
einen oder anderen Stelle mit der GEMA zu arrangieren um erfolgreich in der
Musikbranche zu bestehen.