Die GVL (Gesellschaft zurVerwertung von Leistungsschutzrechten) ist quasi die „GEMA der Leistungsschutzberechtigten“. Sie ist eben für alle interessant die Leistungsschutzrechte erwerben.

Dazu zählen vor allem die ausführenden Künstler. Klassisches Beispiel ist der Orchestermusiker (oder auch der bezahlte Session- oder Studiomusiker in einer Band). Dieser wird für seine Tätigkeit beim Orchester bzw. in der Band bezahlt und hat in aller Regel keine Beteiligung an Urheberrechten der aufgeführten Werke. Wird die Aufführung nun aber z.B. im Radio oder Fernsehen übertragen bzw. auf CD, LP oder digital veröffentlicht so entsteht dem Musiker ein Leistungsschutzrecht gemäß § 73 ff UrhG. Das gilt selbstverständlich genauso im Bereich der modernen Musik. Z.B. für einen Musiker der als Live-/Session- oder Studiomusiker im Auftrag performt.

Aber auch Schauspieler und Tänzer genauso wie der Tonträgerhersteller („Produzent“) haben ein Leistungsschutzrecht an den von ihm angefertigten Aufnahmen nach § 85 UrhG.

Genau wie bei der GEMA empfiehlt es sich auch als GVL Mitglied
(soweit möglich) Aufzeichnungen darüber zu führen wann, wo und wie oft Werke an
denen man beteiligt ist gesendet bzw. aufgeführt werden.