Jeder Mensch hat ein »Recht am eigenen Bild« auch Bildnisrecht genannt. Es ist eine besondere Ausprägung des sogenannten „allgemeinen Persönlichkeitsrechtes“, welches als Grundrecht jedes Menschen verstanden wird (Artikel 2 in Verbindung mit Artikel 1 des Grundgesetzes).

Dieses Recht besagt, dass jeder Mensch selber darüber bestimmen
darf, ob überhaupt und in welchem Zusammenhang Bilder von ihm veröffentlicht
werden. Es ist in Deutschland in § 22 des Kunsturhebergesetzes
(KUG) geregelt. Ausnahmen gelten (nach § 23 KUG) für Bildnisse der
Zeitgeschichte (z.B. Prominente). Auch wenn Personen nur als „Beiwerk neben
einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit“ erscheinen, bei Versammlungen und
Aufzügen und in engen Grenzen bei Fotografie mit künstlerischem Wert kann sich
die abgebildete Person nicht auf ihr Recht am eigenen Bild berufen.

Der Fotograf sollte genau darauf achten diese Rechte nicht zu
verletzen, da hier neben kostenpflichtigen Abmahnungen sogar strafrechtliche Konsequenzen
möglich sind (§ 33 KUG). Hierzu sollte wenn möglich immer eine schriftliche
Einverständniserklärung der betreffenden Person eingeholt werden. Ein Vertrag
z.B. mit einem Model aus dem hervorgeht, dass eine Veröffentlichung stattfinden
soll reicht natürlich aus. Bei Unsicherheit darüber ob ein Bild veröffentlicht
werden darf muss professioneller Rechtsrat eingeholt werden (Rechtsanwalt für
Medienrecht), da die Fälle hier mitunter recht kompliziert sind. Auch
entwickelt sich die Rechtslage in diesem Bereich durch Rechtsprechung des
Europäischen Gerichtshofes ständig weiter.